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JPEG-Standard
Der JPEG2.30-Standard
,,Digital Compression and Coding of Continuous-Tone Still Images``
ist ein Einzelbildkompressionsstandard, der aus einer gemeinsamen
Arbeit des CCITT2.31 (jetzt ITU) und der
ISO2.32 entstanden ist.
Bei der Übertragung über eine Punkt-zu-Punkt Verbindung oder über eine Netzwerk ist eine Komprimierung der Kamerabilder sinnvoll. Durch Reduktion der Datenmenge wird die Netzbelastung in einem Netzwerk reduziert und die mögliche Bildwiederholfrequenz bei einer Übertragung über eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung erhöht.
Der JPEG-Standard wird an diesem Kapitel beschrieben, da er später für die
Kompression der Kamerabilder verwendet werden soll. Für die optimale
Konfiguration einer JPEG-Implementierung ist die Einstellung mehrerer Parameter
erforderlich. Dafür ist ein grundlegendes Verständnis des JPEG-Algorithmus
hilfreich.
Der JPEG-Standard wurde in zwei Teilen veröffentlicht:
- Requirements and Guidelines (ITU/CCITT T.81) [5]
- Compilance Testing (ITU/CCITT T.83) [6]
Die nun folgende Kurzbeschreibung bezieht sich auf T.81.
Das dort beschriebene Komprimierungsverfahren ist auf digitale Einzelbilder mit
beliebiger Zeilen- und
Spaltenanzahl anwendbar, die eines der folgenden Farbformate besitzen:
- Graustufen
- Farbkomponenten RGB2.33
- Luminanz-/Farbdifferenzkomponenten YUY oder YIQ
Die YUV- und YIQ-Darstellung kann aus den 3 Farbkomponenten
(R)ot, (G)rün und (B)lau nach folgender Formel berechnet
werden:
Es gibt vier JPEG-Kompressionsverfahren:
- Sequenzieller DCT2.34-Modus
- Progressiver DCT-Modus
- Hierarchisch-progressiver Modus
- Verlustfreier Modus
Ein JPEG-Implementierung nach H.81 muss nicht alle Modi unterstützen.
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Thorsten Thormaehlen
2000-03-27