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Die Ansteuerung der Kamera erfordert ein 'hartes' Timing. Dieses
kann vom Mikroprozessor nicht gewährleistet werden.
Deshalb muß die Möglichkeit der Zwischenpufferung in einem
Speicher auf der Adapterplatine vorgesehen werden. Es werden hierzu zwei
unabhängige Speicherbänke benutzt, die durch das FPGA getrennt angesteuert
werden können.
Die zwei unabhängigen Speicher können im sog. 'Wechsel-Buffer-Betrieb' arbeiten.
Dazu werden die Daten eines Bildes in eine der Bänke geschrieben. Danach
wird auf die andere Speicherbank umgeschaltet. Während des Schreibvorgangs
in die zweite Speicherbank kann die erste Bank zum Lesen für
das MBX-Board freigegeben werden. Beim nächsten Umschalten wird
wieder in die erste Bank geschrieben und aus der zweiten gelesen und
so fort. Auf diese Weise gehen keine Bilddaten verloren.
Die erforderliche Speichergröße für eine Bank ergibt sich damit aus der
Größe eines Bildes. Die Kameraplatine benutzt einen 12 Bit A/D-Wandler.
Die sichtbare Bildmatrix hat
Pixel. Da die 12 Bit nach
dem Auslesen jedes Pixels in den Speicher geschrieben werden müssen,
bietet sich ein 16 Bit organisierter Speicher an.
Um auch für spätere Anwendungen der Adapterplatine genügend Speicher
zur Verfügung zu haben, wurde der Speicher doppelt so groß gewählt
wie benötigt. Weil die Preise für Speicherbausteine in den letzten Jahren
drastisch gesunken sind, kann auch ein größerer Speicher kostengünstig beschafft
werden.
Der zusätzliche Speicher kann z.B. später
bei der Benutzung eines anderen Kamerachips mit einer größeren Bildmatrix
oder bei einer Zwischenspeicherung von zwei Bildern nützlich werden.
Das verwendete SRAM sollte mit 3,3V Pegeln arbeiten.
Bei der maximalen Frequenz des Kamerasensors von 13,5 MHz darf der
Schreibzyklus eines Datenwortes maximal
dauern. Bei einem handelsüblichen SRAM liegen die
Zugriffszeiten bei ca. 5 bis 25ns. Dabei ist zu beachten, daß diese
Geschwindigkeiten nur bei einer asynchronen Ansteuerung erreicht werden
können. Durch die synchrone Ansteuerung mit Hilfe eines FPGAs
werden sich die Zugriffszeiten erhöhen, jedoch weit unter der
kritischen Grenze von 74ns bleiben.
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Thorsten Thormaehlen
2000-03-28