next up previous contents
Next: ISDN Up: Schnittstelle und Datenfluß zwischen Previous: Schnittstelle und Datenfluß zwischen

   
Übertragen der Bilddaten zum MPC860

Die ausgelesenen Bilddaten sollen aus dem Speicher auf der Adapterplatine zum MBX-Board übertragen werden. Bei dem Entwurf dieses Datenflusses zwischen FPGA-Platine und MBX-Board wurden verschiedene Möglichkeiten untersucht: Das Ziel dieser Überlegungen in der Konzeptionsphase der Adapterplatine ist es herauszufinden, welche Signale des MBX-Boards sinnvollerweise zur Realisierung späterer Funktionalität auf I/O-Pins des FPGAs gelegt werden sollen. In Tab. 1.3 sind alle Signale des '860/COMM Expansion Connector' J1 angegeben.

  
Abbildung 1.7: Synchronous External Master



Quelle: [2]


 
 
Tabelle 1.3: 860/COMM Expansions Connector
Pin Row A Row B Row C Row D
1 #RETRY #TS #COMMINT #CLKOUT
2 GND GND #CS GND
3 #TA #BB Not Used SPKOUT
4 GND #AS Not Used #HRESET
5 #TEA GND D0 D1
6 GND L1TCLKb D2 D3
7 SCC3TXD B4 T4 C7 D4 D5
8 SCC3RXD L1RCLKb D6 D7
9 SCC3RTS B3 T3 C5 D8 D9
10 SCC3CTS L1TCLKa D10 D11
11 SCC3DCD L1RCLKa D12 D13
12 +5V +3.3V D14 D15
13 SCC4TXD L1RXDa D16 D17
14 SCC4RXD L1TXDa D18 D19
15 SCC4RTS L1RXDb D20 D21
16 SCC4CTS L1TXDb D22 D23
17 SCC4DCD L1ST4 D24 D25
18 +12V L1ST3 D26 D27
19 SMC1RXD L1RSYNCb D28 D29
20 SMC1TXD L1TSYNCb D30 D31
21 SMC1SYN L1RSYNCa A0 A1
22 +5V L1TSYNCa A2 A3
23 L1CLKOa +3.3V A4 A5
24 L1CLKOb SCC2TXD A6 A7
25 SMC2SYN SCC2RXD A8 A9
26 GND SCC2RTS A10 A11
27 SPICLK SCC2CTS A12 A13
28 SPISEL SCC2DCD A14 A15
29 SPIMISO SIZ0 A16 A17
30 SPIMOSI SIZ1 A18 A19
31 I2CSCL GND A20 A21
32 I2CSDA #BI A22 A23
33 #BRCOMM #BDIP A24 A25
34 #BGCOMM #BURST A26 A27
35 RD/#WR Not Used A28 A29
36 Not Used Not Used A30 A31


Quelle: [3]

Abbildung 1.7 zeigt die benötigten Signale für einen Zugriff des FPGAs als Master auf dem Prozessor-Bus des MBX-Boards. Alle Signale sind auf dem Stecker J1 vorhanden. Damit kommt diese Möglichkeit zur Realisierung des Datenflusses in Frage. Die gleichen Signale würden auch im Fall des FPGAs als Slave Verwendung finden. Abbildung 1.9 zeigt den Ablauf eines Lesezyklus, in dem das MBX-Board als Master und das FPGA als Slave dienen. Die verwendeten Steuersignale sind auch in Abb. 1.7 wiederzufinden.

  
Abbildung 1.8: DMA zwischen MBX-Board und FPGA



  
Abbildung 1.9: Basic Flow Diagramm of a Single Beat Read Cycle

Quelle: [2]

Ein Nachteil ist die große Anzahl von Signalleitungen. Insgesamt werden 74 Signale benötigt. Diese Zahl kann durch die Verwendung von DMA auf ca. 40 Signalleitungen reduziert werden, da nicht alle Adreß- und Steuerleitungen benutzt werden müssen.
In Abb. 1.8 wird die mögliche Realisierung mit DMA gezeigt. Die Signale 'DREQ' und 'SDACK' sind für den 'handshake' zwischen MBX-Board und Adapterplatine wichtig. Wenn das FPGA den DMA-Service des MPX860 nutzen will, muß es dies durch 'DREQ' anmelden. Wird der Speicherzugriff durchgeführt, wird dies vom MPX860 dem FPGA durch 'SDACK' signalisiert. Offensichtlich werden diese Signale für diese Art des Speicherzugriffs unbedingt benötigt. Leider stehen sie laut Tab. 1.3 nicht auf dem Stecker J1 zur Verfügung. Viele Port-Pins des MPC860 können jedoch je nach Programmierung verschiedene Funktionen realisieren. Tab. 1.4 beinhaltet einen Ausschnitt aus den Tabellen 'Port Pins Vs. Functionality' aus [5].

 
 
Tabelle 1.4: Port Pins Vs. Functionality
Pin Number Pin Name Function On Header
D16 PC(15) / DREQ1 SCC1 ETHERNET No
  RTS1# / L1ST1 TX EN#  
D18 PC(14) / DREQ2 SCC2 RTS# Yes
  RTS2 / L1ST2    
M16 PC(7) / CTS3# SCC3 CTS# Yes
  L1TSYNCb / SDACK2    
T18 PC(5) / CTS4# SCC4 CTS# Yes
  L1TSYNCa / SDACK2    

Die Signale 'DREQ2' und 'SDACK2' des zweiten DMA-Kanals sind auf dem Stecker (Header) vorhanden. In Tab. 1.3 sind sie als 'SCC2RTS' und 'SCC3CTS' bezeichnet. Somit stehen alle für DMA benötigten Steuerleitungen zur Verfügung.
Um für spätere Anwendungen möglichst flexibel zu sein, wurden bei der Entwicklung der Adapterplatine alle genannten Konzepte berücksichtigt, die den Datenaustausch über den Prozessor-Bus des MBX-Boards verwirklichen können. Das FPGA muß daher mehr I/O-Pins besitzen als dies für eine einfache Realisierung ausreichend wäre. Da es sich bei der Adapterplatine um eine Entwicklungsplattform handeln soll, besitzt eine Optimierung der Signalleitungen keinen Vorrang. Die Verfolgung mehrerer Lösungsansätze kann später bei der Realisierung und dem Finden der optimalen Lösung hilfreich sein.
next up previous contents
Next: ISDN Up: Schnittstelle und Datenfluß zwischen Previous: Schnittstelle und Datenfluß zwischen
Thorsten Thormaehlen
2000-03-28