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Datenfluß zwischen Kameraplatine und FPGA-Platine

Die Kameraplatine besitzt einen 72-poligen Stecker, dessen Belegung in Tabelle 1.5 zu finden ist. Über ihn werden Steuer- und Adreßleitungen für die Ansteuerung des Sensors und die Ausgänge des A/D-Wandlers mit den I/O-Pins des FPGAs verbunden.

 
 
Tabelle 1.5: Signale des Kamerasteckers
Nr. Pin Name Function   Jmp Nr. Pin Name Function   Jmp
1 +5V AVCC Power     2 AGND Power    
3 ADAT1 coladdr2 In J3 4 DAT1 datain11 Out J35
5 ADAT2 coladdr1 In J4 6 DAT2 datain10 Out J36
7 ADAT3 coladdr0 In J5 8 DAT3 datain9 Out J37
9 ADAT4 coladdr5 In J6 10 DAT4 datain8 Out J38
11 ADAT5 coladdr4 In J7 12 DAT5 datain7 Out J39
13 ADAT6 coladdr3 In J8 14 DAT6 datain8 Out J40
15 ADAT7 coladdr8 In J9 16 DAT7 datain6 Out J41
17 ADAT8 coladdr7 In J10 18 DAT8 datain5 Out J42
19 ADAT9 coladdr6 In J11 20 DAT9 datain4 Out J43
21 ADAT10 -   J12 22 DAT10 datain3 Out J44
23 DGND Power     24 DGND Power    
25 AGND Power     26 AGND Power    
27 B27 rowaddr0 In J13 28 DAT11 datain2 Out J45
29 B29 rowaddr1 In J14 30 DAT12 datain1 Out J46
31 B31 rowaddr2 In J15 32 OEAD -   J47
33 B33 rowaddr4 In J16 34 B34 rowaddr3 In J48
35 B35 rowaddr5 In J17 36 B36 rowaddr6 In J49
37 B37 rowaddr7 In J18 38 B38 rowaddr8 In J50
39 B39 phi1 In J19 40 B40 camclk In J51
41 B41 -   J20 42 B42 rstcolumn In J52
43 B43 phi2 In J21 44 B44 rowsel In J53
45 CLK DA -   J22 46 +12V AVCC Power    
47 CLK CHIP adclock In J23 48 +12V GND Power    
49 +5V DVCC Power     50 DGND Power    
51 B51 colsel In J24 52 B52 rowdat In J54
53 B53 rstline In J25 54 B54 rowres In J55
55 B55 -   J26 56 B56 -   J56
57 B57 camres In J27 58 OVR -   J57
59 B59 -   J28 60 B60 -   J58
61 B61 -   J29 62 B62 -   J59
63 B63 -   J30 64 B64 -   J60
65 B65 -   J31 66 B66 -   J61
67 B67 -   J32 68 B68 -   J62
69 B69 -   J33 70 B70 -   J63
71 B71 -   J34 72 B72 -   J64

Da die Adapterplatine mit 3,3V und die Kameraplatine mit 5V-Spannungspegeln arbeitet, muß über eine Pegelwandlung nachgedacht werden.
Die 3,3V Ausgangspegel des FPGAs reichen für die Ansteuerung des 5V-CMOS-Bildsensors nicht aus. Um zuverlässige Funktionalität garantieren zu können, sollte daher in Richtung vom FPGA zum Bildsensor eine Pegelwandlung erfolgen.
Die Ausgänge des A/D-Wandlers auf der Adapterplatine haben 5V-Pegel. Sie werden auf Eingänge des FPGAs gelegt. Diese Eingänge sind bei der XC4000XL-Familie 5V resistent. Daher ist eine Pegelwandlung in Richtung von der Kamera zum FPGA nicht notwendig.
Die Pegelwandlung der Steuer- und Adreßleitung für den Kamerasensor kann z.B. durch Logikbausteine realisiert werden. Dabei ist die Wahl der Logikfamilie entscheidend. In Abb. 1.12 sind die Spannungsintervalle gekennzeichnet, in denen eine Logikfamilie ein 'High'- bzw. ein 'Low'-Signal am Eingang erkennt. Die Pegel der Ausgangssignale einer Familie sind annähernd gleich der Versorgungsspannung. Daher ist das Intervall der gültigen Versorgungsspannung für die einzelnen Logikfamilien in Abb. 1.13 angegeben.

  
Abbildung 1.12: Eingangsspannung der einzelnen Logikfamilien

Quelle: [9]


  
Abbildung 1.13: Versorgungsspannung der einzelnen Logikfamilien

Quelle: [9]

Geeignet ist z. B. die 'HCT'1.20-Familie. Sie besitzt einen minimalen Eingangspegel für das 'High'-Signal von 2V und maximal 0,8V für den 'Low'-Pegel. Damit werden die 3,3V Signale des FPGAs erkannt und am Ausgang des Logikbausteins mit 5V Ausgangsspannung weitergegeben.
Als Logikfunktion kann z. B. ein 'Octal Bus Transceiver' verwendet werden.
Durch die Pegelwandlung entsteht eine Verzögerung der Signale. Bei der AHCT1.21 -Familie, die auf der HCT-Familie basiert, beträgt diese typischerweise 5,8ns. Diese Verzögerung muß bei der Ansteuerung des Bildsensors berücksichtigt werden, damit die Funktionalität gewährleistet bleibt.

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Thorsten Thormaehlen
2000-03-28