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Die Hauptursache von Störungen in Digitalschaltungen sind
Gatter, die beim Schaltvorgang ihre Stromaufnahme ändern.
Dadurch breiten sich Störimpulse auf der Versorgungsleitung aus,
die andere Gatter beeinflussen können.
Aufgrund des Wellenwiderstands der Leitung führen die
Störimpulse zu einem temporären Spannungsabfall über der Masseleitung.
Dadurch wird das Bezugspotential (Masse) ortsabhängig. Über
die gemeinsame Masseleitung werden die Störungen in andere Signalleitungen
eingekoppelt.
Die Reduzierung der Amplitude des Störimpulses kann also durch die Verkleinerung
des Wellenwiderstandes
Z0 erreicht werden, der
sich bei der verlustarmen Leitung nach folgender Formel berechnet:
Der Induktivitätsbelag
L' sollte also möglichst klein, der
Kapazitätsbelag
C' möglichst groß sein.
Bei der Realisierung der Adapter- und der Pegelwandlerplatine
wurden deshalb folgende schaltungstechnischen Maßnahmen zur
Erhöhung der Kapazität bzw. Verringerung von eingekoppelten
Störsignalen durchgeführt:
- 1.
- Stützkondensatoren, die dicht an den Versorgungs-Pins der ICs plaziert
werden. Typisch sind hier 100nF Keramikkondensatoren und
zusätzliche Elektrolytkondensatoren an den
Versorgungsschnittstellen der Leiterplatte, die durch ihre hohe Kapazität
anhaltende Störungen abfangen.
- 2.
- Stromversorgungsebenen auf den Mehrlagenplatinen. Eine eigene
Lage für die Versorgungsspannung und die Masse verringert
L' bei gleichzeitiger Erhöhung von
C'.
Die Adapterplatine besteht aus insgesamt sechs Lagen und die
Pegelwandlerplatine ist vierlagig. Dabei ist jeweils eine Lage
für die Masse und eine für die Versorgungsspannung
vorhanden. Bei der Adapterplatine ist die Versorgungslage
in 3,3V und 5V geteilt.
- 3.
- Gutes Impedanzprofil der Leitungen.
Je niedriger die Impedanz einer Leitung, desto kleiner die eingekoppelte Störspannung
von induzierten Strömen.
- 4.
- Leitungen mit großer Oberfläche.
Je höher die Frequenz, um so größer wird der Skin-Effekt,
der den Widerstandsbelag
R' ansteigen läßt.
R' ist proportional zu
.
Durch den Skin-Effekt sinkt der effektive
Leiterquerschnitt, was durch eine größere Leiteroberfläche
kompensiert wird.
Das Layout der Adapter- und der Pegelwandlerplatine ist im Anhang
vorhanden.
Eine detailliertere Ausführung über die Vermeidung von
Störeffekten in Digitalschaltungen ist in
[11] zu finden.
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Thorsten Thormaehlen
2000-03-28