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Durch die Konzeption und Realisierung einer Adapterplatine
zwischen MBX-Board und Kameraplatine ist im Rahmen dieser
Studienarbeit eine Entwicklungsplattform für eine ISDN-Kamera
entstanden. Dabei paßt sich die Adapterplatine an das modulare
Stecksystem des MBX-Boards an.
Auf der Adapterplatine wird ein FPGA verwendet. Dies eröffnet dem
Entwickler große Freiheiten, da die Schaltung durch die
Programmierbarkeit des FPGAs jederzeit geändert werden kann.
Folglich besteht die Möglichkeit, die Ansteuerung für die
Kameraplatine zu verändern und so verschiedene Bildsensoren zu
verwenden. Da jeder Bildsensor eine individuelle Pegelwandlung
benötigt, ist als Konsequenz für die Schnittstelle zwischen
Adapter- und Kameraplatine eine zusätzlich Pegelwandlerplatine
entstanden, die durch Lötbrücken konfigurierbar ist.
Die einzige Einschränkung besteht in der Verwendung der Ein- und
Ausgangssignale des FPGA, da diese beim Layout festgelegt werden.
Daher müßten die verwendeten Signale sorgfältig ausgewählt
werden. Aus diesem Grund lag bei der Konzeption ein Schwerpunkt
auf den Schnittstellen zum MBX-Board und der Kameraplatine, um ein
funktionstüchtiges Gesamtsystem zu entwerfen.
Das MBX-Board wird durch die Adapterplatine um eine
ISDN-Schnittstelle erweitert. Dafür wird der
Kommunikationsprozessor des PowerPCs und ein Schicht1-Baustein auf
der Adapterplatine verwendet. Zusätzlich besitzt die
Adapterplatine die Hardwarevoraussetzungen für den Anschluß an
den Firewire-Bus.
Die Verilog-Software des FPGAs enthält die Ansteuerung für den
CIF-CMOS-Bildsensor und für zwei SRAMs, die der
Zwischenspeicherung der Bilddaten dienen. Durch das
Entwurfswerkzeug 'Cadence Design System' wird aus dem
Verilog-Quellcode eine Schaltung für das FPGA synthetisiert.
Bei dem Entwurf und der Realisierung wurden teilweise mehrere
Lösungen verfolgt, so z.B. bei dem Datenaustausch zwischen
Adapterplatine und MBX-Board. Andere Komponenten ergaben sich
durch Anpassen an bestehende Strukturen, wie z.B. die
zusätzliche Pegelwandlerplatine oder das Stecksystem für den
modularen Aufbau. Durch Prüfen mehrerer Alternativen wurde
jeweils die beste systemtechnische Lösung gefunden und
verwirklicht.
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Thorsten Thormaehlen
2000-03-28